Mein Blog und ich Bestandsaufnahme – Blogparade

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Die liebe Jessi vom Blog feierSun hat eine Blogparade zur Bestandsaufnahme “Mein Blog und ich” gestartet, bei der ich gerne mitmache.

Wie alles begann. . . 

Angefangen mit dem Bloggen habe ich kurz nachdem ich meinen Mann kennen lernte. Er arbeitet im IT-Bereich und bloggt (das Wort habe ich damals glaub ich zum ersten Mal gehört). “Was ist das eigentlich, was du da machst?” “Ach, da schreib ich halt auf, was mich so beschäftigt und interessiert und was im besten Fall auch noch andere interessiert”. “Aha”. Ungefähr so oder so ähnlich könnte wohl unsere Unterhaltung ausgesehen haben damals. Ich war neugierig und wollte das auch mal ausprobieren. Zunächst registrierte ich also eine Domain gleichlautend mit meinem Namen und unter der Überschrift “Nur wer die Herzen bewegt, bewegt die Welt”. Ziemlich dumm, so rückblickend betrachtet, weil ich schon kurze Zeit später einen anderen Namen hatte, nachdem wir heirateten. Ich registrierte eine neue Domain unter meinem neuen Namen – rückblickend betrachtet auch nicht viel schlauer. Außerdem war die Themenvielfalt viel zu bunt gemischt und ich hatte selbst gar nicht so richtig die Idee, worüber ich schreiben sollte. Ich hatte zwar ein paar Leser, aber irgendwie war ich selbst nicht zufrieden.

Als unsere Große dann geboren war und ich mich in meine Rolle gut eingefunden hatte und wohlt fühlte und ich mich dann auch irgendwann bei Twitter angemeldet habe – nach ungefähr der gleichen Unterhaltung mit meinem Mann wie über das Bloggen (siehe oben) – da war meine Idee geboren. Die ersten Blogs, die ich entdeckte, waren die von Mama-notes, Mama Mia und Schlaflose Muttis. Ich wollte auch einen Mama-Blog schreiben. Der Blog-Titel sollte zu mir passen, die Domain sollte schon von sich aus ziemlich selbst erklärend und leicht zu merken sein. Mamis Blog – Nicht perfekt, dafür aber mit ganz viel Herz” passt und gefällt mir immer noch genauso gut.

Nach ein paar Monaten ließ ich mir ein eigenes Logo erstellen und passte das Layout des Blogs farblich an.

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© Mamis Blog

Auch das gefällt mir bis heute sehr gut.

Besonders über Twitter, aber inzwischen auch über Facebook, lernte ich viele interessante Blogger/innen kennen, einige wenige traf ich persönlich oder wir tauschten uns fernab der Twitter-Welt persönlich aus. All das möchte ich nicht mehr missen. Ich habe es mal eine Zeit ohne versucht, aber das ist doch sinnlos. Das Beste daran ist für mich, dass ich hier so viele Gleichgesinnte gefunden habe, wie ich sie in der realen Welt wahrscheinlich noch sehr lange suchen müsste und trotzdem niemals finden würde. Das Internet hilft über Entfernungen hinweg und verbindet.

Wie soll es weitergehen? 

Ich weiß es nicht, wenn ich ehrlich bin. Irgendwie juckt es mich ja schon in den Fingern, dass ich hin und wieder Kooperationsanfragen bekomme und würde diese auch irgendwie gerne annehmen. Ich scheue mich vor dem Aufwand, der dahinter steckt (Gewerbe anmelden, Honorarrechnungen schreiben, Einnahmen-Überschuss-Rechnung, Steuern bezahlen, usw.). Und wenn ich mich trotz Aufwand dafür entscheiden würde, bleibt der Blog dann so wie er ist oder ist es dann irgendwie nur noch ein Business und ich versaue mir den Blog in gewisser Weise durch besonders lukrative Artikel? Der Blog, die Themen und meine Leser liegen mir am Herzen – ich schreibe das, was mir einfällt und es soll auch so bleiben. Ich möchte immer auf dem Boden der Tatsachen bleiben und selbst wenn ich irgendwann doch den Schritt wage, Einnahmen mit dem Blog zu erzielen, so würde ich die Kooperationen wirklich nur dann eingehen, wenn der Inhalt zu mir und zu meinen Themen, die mir am Herzen liegen, passen. Ich möchte mich auf keinen Fall verbiegen und etwas schreiben, hinter dem ich nicht hundertprozentig stehen kann – für kein Geld der Welt. Ich bin mir sicher, dass ich mit dem Blog niemals reich werde und das möchte ich auch gar nicht. Es ist eine Herzensangelegenheit, zu schreiben und mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Geld ist nicht alles! Auch ohne Einnahmen aus dem Blog komme ich gut zurecht. Wenn ich mit meinem zurzeit einzigen Hobby (neben den Kindern) jedoch etwas einnehmen könnte, um die Kosten zu decken und trotzdem meine Grundsätze beibehalten kann, würde ich mich freuen. Ob ich den Schritt also wirklich wage, weiß ich noch nicht. Ich glaube, dass mein Blog dafür einfach zu klein und unbedeutend ist und ich zu wenig Zeit in Suchmaschinenoptimierung und Analyse stecke. Ich erfreue mich daran, was und wen ich erreicht habe – und über den mir so wichtigen Austausch mit Gleichgesinnten.

Ich habe mir vor Kurzem Visitenkarten drucken lassen, um den Blog etwas bekannter zu machen.

MamisBlogIn Gesprächen kam es in letzter Zeit immer öfter vor, dass ich mit anderen Eltern über Themen sprach, die ich auf meinem Blog ausführlich beschrieben habe. Bei der Gelegenheit kann ich ja dann auch mal, wenn’s passt und meinen Gesprächspartner interessiert, eine Visitenkarte überreichen. Das führt dann allerdings auch dazu, dass mein Blog nicht mehr nur ein verstecktes anonymes ‘Etwas’ ist, das von mir nicht bekannten Menschen gelesen wird, sondern auch Bekannte werden meine Seite lesen. Das ist ok für mich, denn sowieso schreibe ich dort nichts Geheimes, sondern nur das, was ich auch genauso sagen würde im Gespräch mit Familienmitgliedern, Freunden, Arbeitskollegen, meinem Chef, dem Papst oder sonst wem, der mich danach fragt. Ich muss mich also nicht verstecken hinter meinem Profil – sondern der Blog darf ruhig auch in Zusammenhang mit meinem echten Namen gefunden werden.

Mein erstes Mal

Dieses Jahr fahre ich zum ersten Mal auf ein Bloggerevent, die denkst in Nürnberg. Ich freue mich wie ein kleines Kind darauf und bin schrecklich aufgeregt. Wie wird das dort? Wen werde ich treffen? Sind die Menschen, die ich da treffe, wirklich so gleichgesinnt, wie ich sie über Twitter kennen gelernt habe? Wie machen meine Kinder das mit? Fragen über Fragen, auf die ich schon in einem Monat eine Antwort bekomme. Hoffentlich wird es so gut, wie ich es mir vorstelle – oder besser. Hoffentlich wird es nicht zu gut, dass ich auf mehr Konferenzen fahren möchte: Die Fahrt dahin, die Übernachtung dort und nicht zuletzt das Ticket kostet ja auch Geld. Sollte es so sein, dass mir diese Treffen genauso ans Herz wachsen wie mein Blog, dann muss ich vielleicht doch nochmal nachdenken, wie es weitergeht. . . Fragt mich doch in 1 Monat, also nach der denkst, nochmal. 🙂

Macht Ihr auch mit? Hier geht’s zu Jessis Blogparade “Mein Blog und ich – eine Bestandsaufnahme”.

Eure Renate

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